Eine WM-Silbermedaille muss gefeiert werden
Ein gemütliches Abendessen mit Behördenmitgliedern und dem Coach – dies hat sich Nils Reusser dank seinem Erfolg an der WM in Kairo verdient. Er erzählt von Sieg, Niederschlägen und seinen Zielen.
Nils Reusser freut sich, dass er vonseiten Behörden zu einem feinen Abendessen im Restaurant Frohsinn in Hochfelden eingeladen wurde. Diese Ehre hat er verdient, kam doch der inzwischen 16-jährige Glattfelder Mitte November mit einer WM-Silbermedaille aus Ägypten zurück in die Schweiz. Stolz zeigt er das glänzende Prunkstück mit der Aufschrift «Target Sprint Mixed Team Junior». Target Sprint sei in der Schweiz eine neuere Sportart – eine Kombination aus Rennen und Schiessen. Zuerst laufe man 400 bis 500 Meter und ziele dann mit dem Luftgewehr aus zehn Metern Entfernung auf fünf Klappscheiben. Anschliessend gehe es zurück zur Laufstrecke und wieder in den Schiessstand, bevor die letzte Laufstrecke anfalle. «Ich kam dank des von der Schule organisierten Herbstferienpasses in Kontakt mit dieser Sportart. Nach einem Schnuppertraining war ich wirklich begeistert.»

Nils Reusser mit Gemeindepräsident Marco Dindo
Für seine Silbermedaille sei bereits eine Konstruktion an der Wand zuhause vorgesehen, erzählt Nils, welcher nebst Lehre und Sport auch noch Trompete spielt. Er möchte vom Breitensport in den Spitzensport aufsteigen. «Mein Ziel ist es, eine Goldmedaille im Target Sprint zu holen.» Gemeindepräsident Marco Dindo unterstützt den jungen Sportler in seinen Ambitionen. «Wir sind sehr stolz über den Erfolg von Nils.»
Viele Emotionen nach dem Team-Erfolg
Nicht immer sei alles gut gelaufen. Vier Monate lang hiess es für Nils, aufgrund eines Kreuzbandrisses und der Knieoperation auf das Training zu verzichten. «Dass es in Kairo an der WM dann so gut lief, war mit vielen Emotionen verbunden. Es war ein Erfolg im Team.» An Kairo hat er gute Erinnerungen, auch wenn das Essen gewöhnungsbedürftig gewesen sei. «Mein Lieblingsessen ist Spaghetti Bolognese – Wettkampfnahrung.» Am heutigen Abend geniesst er ein saftiges Entrecôte mit Kroketten. Schliesslich wird man nicht jeden Tag geehrt.
Quelle: Bild und Text von Ruth Hafner Dackermann

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