Rückblick auf ein bewegtes Jahr 2023

Hoffentlich konnten Sie die Weihnachtszeit für eine Verschnaufpause nutzen und fanden im Kreise von Familie und Freunden einige ruhige und unbeschwerte Momente.

Es ging ein weiteres Jahr zu Ende. Im Gegensatz zum Jahr 2022 kannten wir die bisherigen wie auch die meisten neuen Herausforderungen.

Januar

Anfang Jahr hatten wir einen intensiven Austausch mit der Post AG, da die Überführung der Postdienstleistungen in den Coop aus unserer Sicht nicht zufriedenstellend verlaufen ist. Vom Tiefbauamt wollten wir wissen, weshalb die Instandsetzungsarbeiten der SBB-Brücke so viel länger dauern und die Brücke während der Festtage nicht freigegeben wurde. Die Problematik wurde vom Kanton nur teilweise wahrgenommen, weshalb alle Haushalte das Schreiben Baustelleninfo mit Erklärungen im Januar erhalten haben. Bezüglich dem Tiefenlager hatten wir drei Gemeindepräsidenten von Stadel, Weiach und Glattfelden bereits im Januar mit swissnuclear (Verband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber) den ersten Austausch, mit dem Wissen, dass noch weitere folgen werden. Der Neujahrsapéro vom Gewerbeverein fand bei eisiger Kälte in der Jagdhütte Laubberg statt, wo bei guter Stimmung ein reger Austausch stattfand.

Februar

Zusammen mit dem Zürcher Regierungsrat Mario Fehr wurde die neue Sport-Box bei der Mehrzweckhalle Eichhölzli in Glattfelden für die Bevölkerung eröffnet. Es folgten die Wahlen für den Regierungs- und Kantonsrat, wo wir mit vielen fleissigen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern entsprechend im Einsatz standen. Des Weiteren fanden viele Sitzungen mit der Stapo Bülach und den verschiedenen Fachgruppen der Regionalkonferenz Nördlich Lägern statt. Der Wermutstropfen vom Februar war die Vergabe des Badi Kiosks an die Betreiber vom Höri-Beck, welche leider aus gesundheitlichen Gründen kurz danach rück-gängig gemacht werden musste.

März

Die seit mehreren Jahren erfolglose Suche nach Praxisärzten veranlasste uns, einen neuen Weg einzuschlagen. Im März wurde in mehreren Sitzungen ein Drehbuch für ein Video erschaffen, um mittels der sozialen Netzwerke auf uns aufmerksam zu machen. Die Highlights im März waren sicher die Einweihung des neuen Jahresheftes sowie das Turnerchränzli mit rund 250 Turnerinnen und Turnern mit einem grossartigen Showprogramm. Mit Bedauern, aber langjährigem Einsatz wurden Hans Rindlisbacher und Koni Erni aus dem Vorstand von «Mitenand Fürenand » (MiFü) verabschiedet.

April

Für die Prüfung der künftigen Ausrichtung des Alters- und Pflegeheims Eichhölzli fand der erste Strategie- Workshop statt, ein Thema, welches uns über die nächsten Monate beschäftigte. In unserer ersten Quartalssitzung in diesem Jahr wurde die Liegenschaften-Strategie erneut überprüft und verfeinert. Das Drehbuch, welches im März definiert wurde, konnte im April mit einem ganzen Drehtag in ein Video umgesetzt werden. In diesem Monat erhielten wir den negativen Entscheid bezüglich Verpflichtungskredit für den Neubau der Flüchtlingsunterkunft «Einfaches Wohnen» vom Verwaltungsgericht. Auch im April konnten wir verschiedene Jubilare gebührend mit einem Besuch beglückwünschen.

Mai

Zu Beginn dieses Monats erfolgte die Präsentation der Gebäudezustandsanalyse vom Alters- und Pflegeheims Eichhölzli. Der Mai war stark geprägt vom Thema Tiefenlager mit der Nagra. Die drei Gemeindepräsidenten der Standortgemeinden wurde einzeln während dreier Stunden in persönlicher Umgebung interviewt und gefilmt. Ziel war eine gesamte Produktion inklusive der Aufnahmen vom Endlager Olkiluoto für radioaktive Abfälle auf der Insel Olkiluoto vor der Westküste Finnlands in der Gemeinde Eurajoki rund 25 Kilometer nördlich der Stadt Rauma, welches wir besuchen konnten (die drei Gemeindepräsidenten in Finnland). Auf grosses Interesse stiess die gut besuchte Veranstaltung zu der Tempo-30-Zone. Die schöne Badi konnte mit den neuen Betreibern «Süss und Salzig» eröffnet werden.

Juni

Zum ersten Mal war der Gemeinderat am Monatsmarkt mit einem eigenen Stand vertreten, um sich mit der Bevölkerung auszutauschen. Der Einladung der von den drei Gemeindepräsidenten organisierten Veranstaltung Erdbeben in der Schweiz – ein Blick auf das geplante Tiefenlager und aktuelle Informationen zu den Abgeltungsverhandlungen folgten 170 interessierte Personen aus der ganzen Region. Nach einer langen Corona-Pause konnte das Treffen im Rahmen deutsch-schweizerischen Austauschs mit viel Prominenz wieder stattfinden. Wie jedes Jahr war auch diesmal der Anlass «Gehacktes mit Hörnli», organisiert durch die Feuerwehr, sehr gemütlich und gut besucht. Die zweite Quartalssitzung gab uns die Möglichkeit, ausserhalb der Gemeinderatsitzung Themen zu vertiefen und ausgiebig zu besprechen. Die Gemeindeversammlung mit der Abnahme der Jahresrechnung konnte in Rekordzeit eendet werden, danach hatte man die Gelegenheit, sich bei einem Apéro mit grillierten Würsten noch gemütlich zu unterhalten.

Juli

Wie in anderen Monaten fand auch in diesem Monat ein reger Austausch mit einem möglichen Arzt statt, wo bereits erste Ideen besprochen wurden. Der Lenkungsausschuss (Gremium für die Zusammenarbeit mit der Lokalinfo AG) konnte mit einer neuen Präsidentin (Kathrin Howald) in die 2. Sitzung in diesem Jahr starten. Ansonsten war dieser Monat etwas ruhiger als die vorangegangenen.

August

Der August startete fulminant mitder 1.-August-Ansprache von PascalKaufmann, Hirnforscher und Gründervon mehreren KI-Firmen, aktuellCEO von Alpine AI, mit dem Themakünstliche Intelligenz (KI) undChatGPT. Bei herrlichem Wetterkonnte man das Zweidler-Fest, welchesimmer ausgezeichnet organisiertist, ausgiebig geniessen. Es gabeinen Austausch bezüglich Visionzum Kiesgebiet Windlacherfeld mitverschiedenenGemeindevertretern.Die vorberatende Gemeindeversammlungbezüglich Projekt-Neubau«Einfaches Wohnen» (Flüchtlingsunterkunft)mit Aufhebung desbisherigen und Bewilligung desneuen Baukredits von CHF 5’270’000,Vorberatung und Beschlussfassungeiner Abstimmungsempfehlung zuhandender Urnenabstimmung wargut besucht. Fazit aus den verschiedenenDiskussionen war: Der Urnenabstimmungwird der Antrag desGemeinderats ohne Änderungsanträgezur Ablehnung empfohlen.Der Antrag auf Genehmigung desReglements über die Videoüberwachungauf öffentlichem Grund undöffentlichen Anlagen in der GemeindeGlattfelden (Videoüberwachungsreglement)wurde noch angepasst.Das Reglement vom 30. Juni2020 wird mit dem Änderungsantrag,dass das Fussballclub-Geländeund das Garderobengebäude desFussballklubs als Videoüberwachungsstandortein das Reglementaufgenommen werden, genehmigtund der Inkraftsetzung per 1. Januar2024 wird zugestimmt.Die gut besuchte Veranstaltung zum Thema Parkordnung.

September

Wir konnten die Einweihung des neuen Fahrzeuges für das Altersheim feiern, nachdem das alte Fahrzeug im Jahr 2022 einem Brand zum Opfer fiel. Mit 88 Seniorinnen und Senioren sowie 12 Begleitpersonen fand die Seniorenreise erneut bei herrlichem Wetter statt. Wir genossen die Aussicht nach einem feinen Mittagessen auf der Marbach-Egg, danach erfolgte der Besuch in den Kambly-Fabrikladen in Lyss. Beim neuen Stadler-Turm fand, zusammen mit den drei Gemeindepräsidenten, die Publikation des jahrhundertmagazins der Nagra im Beisein von Journalistinnen und Journalisten statt. Bei einem feinen Nachtessen konnten wir die Ehrung von neun Lehrlingen mit einer Lehrabschlussprüfung besser als Note 5 vornehmen. Diese Zeremonie findet jeweils zusammen mit dem Gewerbeverein statt. Mit Vertreterinnen und Vertretern aus den verschiedenen Fachgruppen der Regionalkonferenz Nördlich Lägern besuchte ich das KKW Mühleberg, wo kurz davor der letzte Brennstab ins Zwilag überführt wurde. Dabei wurden der Rückbau sowie das weitere Vorgehen miteinander diskutiert. Auch in diesem Monat fanden diverse Jubilarenbesuche statt und der intensive Austausch bezüglich der Gemeinschaftspraxis.

Oktober

In der ersten Gemeinderatssitzung von diesem Monat, im Beisein der RPK, wurde uns von der swissplan AG die finanzielle Lage anhand des Finanz- und Aufgabenplans erläutert. An der 3. Quartalssitzung verfeinerten wir die bestehende Liegenschaftenstrategie weiter, mit Hilfe der Informationen der Firma Swissplan AG. Der intensive Austausch, telefonisch oder vor Ort, mit dem möglichen Arzt und der Firma Specogna hatte weiterhin höchste Priorität, da die Zeit immer weiter zum Schlüsselfaktor wurde. Der politisch geprägte Abend der Kreisgemeinden (Bülach, Bachenbülach, Hochfelden, Winkel, Höri und Glattfelden) fand – von Bülach organisiert – im neuen Glasi-Quartier statt. Sehr interessant war der Besuch einer Delegation des österreichischen Entsorgungsbeirats bezüglich Tiefenlager. Das Zwölfergremium fuhr direkt nach der Landung in Zürich nach Stadel, wo wir mit verschiedenen Präsentationen und regem Austausch die Situation in Stadel (Haberstal) darstellten. Mittels Grossaufgebot aus der Verwaltung sowie der Wahlbürohelferinnen und -helfer konnten wir die Auszählungen der Kandidatinnen und Kandidaten für den National- und Ständerat speditiv durchführen. Zum ersten Mal konnte ich bei einem Abendessen eine Ehrung von zwei Spitzensportlern vornehmen, der Zweidler Sandro Wüthrich gewann die Bronzemedaille im Shotokan-Karate in der Kategorie Kata Team an der Weltmeisterschaft in Ungarn und Mathias Luginbühl wurde Ende September zum neunten Mal Schweizer Meister als Schrittmacher im Steherrennen.

November

Der November startete mit mehreren Sitzungen bezüglich einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage. An der Gemeindeversammlung vom Dezember wurde darüber informiert, wie diese im Januar 2024 lanciert wird. Eine weitere Veranstaltung im Ebianum in Fisibach fand unter dem Motto zum Dialog «Tiefenlager » statt. Bei der Konferenz der Gemeindepräsidien Bezirk Bülach blickten wir etwas zurück und diskutierten den Ausblick auf das Jahr 2024.

Zum Abschluss vom Monat fand noch ein Schlichtungsverfahren zwischen Pächter des Gasthauses Löwen und der Gemeinde statt, wo eine Teileinigung erreicht werden konnte. Ein wichtiger Meilenstein konnte zusammen mit dem Spital Bülach erarbeitet werden. Das Spital Bülach übernimmt spätestens ab März 2024 die gesundheitliche Versorgung vom Alters- und Pflegeheim vor Ort.

Dezember

Seit längerem fand wieder eine zweitägige Gemeinderatsreise statt, in der 2. Klasse sind wir rechtzeitig mit dem Zug in Bern eingetroffen. In der Bundesstadt besuchten wir gemeinsam in strömendem Regen verschiedene Quartiere und genossen den Weihnachtsmarkt. Am Sonntag hatten wir bei regem Schneetreiben einen interessanten sozialen Stadtrundgang, unser Stadtführer sprach über Armut, Ausgrenzung, Obdachlosigkeit, Gewalt, Sucht- oder psychische Erkrankungen, was er leider selbst erlebt hat. Wir ahnten, dass die Budgetversammlung vom 5. Dezember nicht einfach werden wird, trotzdem konnte die Versammlung nach zwei Stunden beendet werden, um sich danach beim Apéro noch weiter auszutauschen. Die Seniorenweihnacht war auch diesmal super organisiert und die Bühne war herzlich geschmückt, u. a. mit Holzsternen, welche von Karin Berger selber hergestellt wurden.

Leider mussten wir feststellen, dass für die Gemeinschaftspraxis – trotz aller Bemühungen – doch keine Ärzte gefunden werden konnten. Leider konnte auch zwischen der Firma Specogna und dem vorgesehenen Ärzteteam keine Einigung über den Mietzins gefunden werden. Wir Gemeindepräsidenten hatten einen weiteren Austausch mit swissnuclear und der Delegation vom BFE und Deutschland sowie dem Kanton Zürich. Zwei Stunden vor dem jährlichen Gemeinde- Weihnachtsessen in Zürich hatten wir Gemeindepräsidenten noch einen direkten Austausch mit dem Regierungsrat Martin Neukom. Der Ausklang eines sehr intensiven Jahres feierten wir mit dem jährlichen Weihnachtsfenster, welches die Gemeinderäte organisieren und aus der eigenen Tasche finanzieren. Ein herzlicher Dank für die grosse Teilnahme und den direkten Austausch.

Welche Herausforderungen stehen uns im Jahr 2024 bevor?

Wir werden weiterhin an einer Lösung für eine Gemeinschaftspraxis mit allen möglichen Kräften arbeiten. Es findet mit Ihnen, geschätzte Glattfelderinnen und Glattfelder, eine Diskussionsveranstaltung am Februar bezüglich weiteren Vorgehens mit dem Gasthaus Löwen statt. Es folgen weitere vorberatende Gemeindeversammlungen, wo es um die Schulraumplanung, einfaches Wohnen (Flüchtlingsunterkunft) und weiteren Themen gehen wird.

Das Tiefenlager ist allgegenwärtig und alle weiteren Projekte, welche wir professionell und seriös in unserer Finanzplanung und der Investitionsrechnung festgehalten haben. Gerne nehme ich persönlich Ihre Anregungen jeweils in meinen Sprechstunden entgegen. Einen grossen Dank möchte ich Ihnen, geschätzte Bürgerinnen und Bürger, aussprechen für Ihr aktives Mitwirken, Ihre offenen Worte und das grosse Vertrauen in unsere Arbeit. Im Namen des Gemeinderats, der Behörden und der ganzen Verwaltung wünsche ich Ihnen von Herzen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2024.

Ihr Gemeindepräsident Marco Dindo

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